Veganes Protein ist für immer mehr Menschen eine Alternative zu Eiweißpulver auf tierischer Basis. Rein pflanzliches Eiweiß kann aus unterschiedlichen Quellen stammen, wir zeigen Details und sehen uns die populärsten Produkte an. Veganes Proteinpulver gibt es mittlerweile von zahlreichen Herstellern.

Vorteile veganes Protein

Für Menschen, die sich generell vegan ernähren und auf tierische Produkte gänzlich verzichten, gibt es ohnehin kaum eine Alternative, wenn vegan Eiweiß zugeführt werden soll. Aber auch für Menschen, die sehr auf ihren Cholesterinspiegel achten müssen oder die sich lactosefrei ernähren wollen, kommen vegane Proteinpulver in Frage.

Mittlerweile gibt es ein recht umfangreiches Angebot im Bereich veganes Protein:

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Da sich die Aminosäureprofile verschiedener veganer Proteine recht stark unterscheiden, ist auch auf die biologische Wertigkeit zu achten.

Reisprotein

Aus dem Reiskorn hergestellt enthält Reisprotein nur geringe Mengen der Aminosäure Lysin. Es sollte daher mit anderen Proteinarten kombiniert werden, z.B. Erbsenprotein. Doch Vorsicht: Menschen mit Pollenallergie und verschiedenen Nahrungsmittelallergien sind häufig auch empfindlich gegenüber Reisprotein. Sie haben dann rasch erhöhte Immunglobulin-E-Werte bei Konsum von Reisprotein.

Sojaprotein

Wer bei Cholesterin aufpassen muss, sollte sich Sojaprotein als Alternative zu Wheyprotein überlegen. Dieses ist nämlich gänzlich frei von Cholesterin. Das Aminosäureprofil von Soja ist zudem recht ausgewogen und steht Wheyprotein in der Wertigkeit nur geringfügig nach. Die Befürchtung, dass Sojaprotein durch östrogen-ähnliche Stoffe den Muskelaufbau hemmen und den Testosteronspiegel reduzieren könnte, hat sich nicht wirklich bestätigt. Als pflanzliches Protein ist Sojaeiweiß das wahrscheinlich wertvollste für den Menschen in Bezug auf die enthaltenen Aminosäuren.

Weizenprotein

Hydrolysiertes Weizenprotein findet zunehmend Anhänger. Durch die Nachbehandlung (Hydrolysierung) wird es leichter verdaulich. Wie andere Pflanzenproteine auch enthält Weizenprotein nicht alle Aminosäuren in dem für den Menschen idealen Maß. Insbesondere Leucin, Lysin und Methionin sind nur in geringen Mengen vorhanden.

Erbsenprotein

Erbsenproteinpulver hat einen hohen Eiweißgehalt, enthält kaum Fett und relativ wenig Kohlenhydrate. Die biologische Wertigkeit ist allerdings nicht besonders hoch, d.h. das Aminosäureprofil ist auch hier nicht ideal. Abgemildert kann dieser Nachteil dadurch werden, dass man ein Erbsenprotein in einem Mischprotein mit Sojaprotein kombiniert. Das gleicht den geringeren Gehalt einiger wichtiger Aminosäuren wenigstens zum Teil wieder aus.

Hanfprotein

Nach Hanföl für die Küche ist nun auch Hanfprotein populär geworden. Die Eiweißquelle aus dem Hanfsamen liefert ein Protein mit mittlerer biologischer Wertigkeit. Hanfprotein enthält recht viel Fett und Kohlenhydrate.

Weitere vegane Proteinarten

Eiweißpulver lässt sich aus vielen weiteren Samen und Früchten gewinnen. Kübiskernprotein, Chiaprotein, Proteinpulver aus dem Samen der Sonnenblume, aus der Kokosnuss, aus dem alten Getreide Amaranth und aus Leinsamen werden mittlerweile angeboten.

Fazit für veganes Protein

Veganes Protein ist heute eine gute Alternative für Menschen, die keine tierischen Produkte konsumieren wollen. Zudem ist veganes Proteinpulver frei von Lactose. Die richtige Kombination von pflanzlichen Eiweißarten in einem Mischprotein* sorgt für gute Versorgung mit den notwendigen Aminosäuren. Allerdings solltest du besonders auf die Qualität achten, da die konkrete Zusammensetzung für ein pflanzliches Eiweiß besonders wichtig ist. Die meisten veganen Proteine haben ohne Kombination mit Proteinen aus anderen Pflanzen eine nur mittelmäßige biologische Wertigkeit für den Menschen. Nur Sojaprotein kommt diesbezüglich nahe an Whey Protein heran. Veganes Eiweißpulver sollte idealerweise aus mehreren Komponenten bestehen, um die Nachteile einzelner veganer Proteine auszugleichen.